Tee hat eine lange Geschichte und gilt als eines der ältesten Getränke der Welt.
Irgendwann im Dunkel der Vorgeschichte wurden die ersten Tassen in China und Indien aufgebrüht. Erst im Jahre 1610 kam der Tee auf den Schiffen der Holländisch-Ostindischen Compagnie nach Holland. Die erste Teeauktion in London fand dann 1839 statt – gerade mal acht Kisten wurden angeboten. Der Siegeszug des Tees in Holland und England begann. Bei Hofe und in unzähligen Teestuben. Von ihren holländischen Nachbarn lernten als erstes die Friesen das aromatische Getränk zu schätzen.
Die Teepflanze ist ursprünglich ein Baumgewächs, das durch konsequente Züchtung auf die Größe eines Strauches gebracht wurde. So ist es den Pflückerinnen möglich, in mühsamer Handarbeit jeweils nur die zwei oberen Blätter und die Knospe zu ernten. Bis zu 24 Kg der grünen Blätter werden so täglich gesammelt – das sind dann 6 Kg fertiger Tee.
Heute kommen die wertvollsten Sorten aus Indien, Sri Lanka und China. Dort werden sie in Höhenlagen von 1000 bis 2000 Meter angebaut. Heiß am Tag, kühl in der Nacht und feucht muß es sein. So entstehen die Sorten, die auf der ganzen Welt ihre Liebhaber gefunden haben.
Tee und seine Wirkung
Die Wirkstoffe des Tees werden entsprechend seiner Brühdauer freigesetzt. Da gibt es das ermunternde Teein, das mit dem Coffein chemisch verwandt ist (Tee hat davon durchschnittlich 0,05g, Kaffee etwa 0,1g pro Tasse). Und da gibt es die verschiedenen Gerbstoffe (Tannine), die eher eine beruhigende Wirkung haben. So ist es dann ganz einfach möglich, seine Tasse Tee nach Wunsch belebend oder beruhigend aufzubrühen: Kurz gebrühter Tee (bis drei Minuten) regt über das Zentralnervensystem an und belastet dabei nicht Herz und Kreislauf. Länger gebrühter Tee hat über das freigesetzte Tannin eine beruhigende Wirkung auf Magen und Darm.